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Generalprobe im Pinzgau

Am Freitag gastiert der ATSE Graz zum zweiten Mal binnen 4 Tagen bei den Zeller Eisbären. Dieses Spiel ist für die Grazer nicht nur das zweite Testspiel gegen einen direkten Ligakonkurrenten sondern auch der letzte Probelauf vor dem Meisterschaftsstart.

Am vergangenen Dienstag fuhren die Grazer als klarer 6:1 Sieger vom Zeller Eis. Nach einem schleppenden Beginn kamen die Eggenberger im Laufe der Partie immer besser in Schwung und kontrollierten über weite Strecken der Begegnung den Gegner klar.

Man merkte den Grazern in diesem Spiel das Fehlen der drei Stammkräfte Michael Mana, Andreas Kleinheinz und Michael Pollross kaum an. Auch ohne die drei Routiniers überzeugten die Grazer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und steckten auch die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Gerd Gruber bereits im ersten Abschnitt gut weg.

Im Tor spielte am Dienstag Markus Seidl durch und bot eine fehlerfreie Leistung. Bei der Ligageneralprobe wird Kjell Lindqvist seine Goalies, wie schon vor den beiden Zell-Spielen geplant, wieder tauschen und Florian Weisskircher gegen seinen Ex-Klub bringen. Für den 24-jährigen Schlussmann ist das noch einmal eine Gelegenheit, sich bei seinem Coach für einen Platz im Tor in der ersten Runde am 18. September in Feldkirch zu empfehlen.

10.08.2010 EK Zeller Eisbären - ATSE Graz                19.30 Uhr

Nachfolgend ein Interview mit Florian Weisskircher, in dem er über den Verlauf der Vorbereitung, seine Einschätzungen zur kommenden Saison und den Kampf um die Nummer 1 im Tor des ATSE spricht.

ATSE: Mit 6:1 gab es im letzten Test gegen Zell/See einen klaren Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten. Wie aussagekräftig ist dieses Ergebnis?
Weisskircher: Es ist schwer zu sagen, wie dieser Sieg einzuordnen ist. Zell am See ist erst seit gut einer Woche am Eis und wird sich sicher im Laufe der Saison steigern. Trotzdem glaube ich, dass der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung geht. Freitag dürfen wir aber nicht den Fehler machen, das wir uns auf dem 6:1 ausruhen. In Zell musst du immer bereit sein und es ist immer schwer dort zu bestehen.

ATSE: Stimmt die Formtendenz in Richtung Saisonstart?
Weisskircher: Ja, auf alle Fälle. Gegenüber dem Spiel in Kapfenberg haben wir uns deutlich gesteigert. Hoffentlich können wir uns auch in der Meisterschaft mit der Aufgabe und dem Gegner weiter steigern. Dann bin ich zuversichtlich.

ATSE: Wo siehst du noch Verbesserungspotential?
Weisskircher: Das ist wirklich schwierig zu sagen. Unterm Strich sind auch wir erst einen Monat am Eis und nach so kurzer Zeit Schlüsse zu ziehen, ist fast nicht möglich. Es bleibt abzuwarten wie wir uns in den ersten Spielen schlagen. Man darf nicht vergessen, dass wir einige Spieler haben, für die die Nationalliga Neuland ist.

ATSE: Wo in der Tabelle erwartest du den ATSE in der kommenden Saison?
Weisskircher:  Ich halte einen Platz unter den Top 4 für realistisch. Unser Ziel muss die Qualifikation für die obere Zwischenrunde sein, die uns auch schon frühzeitig einen Play-off Platz garantieren würde. Es wird jedoch ein hartes Stück Arbeit, denn die Liga wird von Jahr zu Jahr stärker. Bestes Beispiel ist die Verpflichtung von Aaron Fox der Bulldogs Dornbirn. Solche Spielerverpflichtungen sind aber  sicher gut  für die Liga, die durch solche Namen aufgewertet wird. Darüber hinaus freue ich mich darauf, gegen Fox zu spielen, der in meiner Zeit bei den Vienna Capitals mein Teamkollege war.

ATSE: Sportdirektor Greg Lindqvist hat dich vor der Saison zum ATSE geholt, weil er eine Konkurrenzsituation unter den Goalies schaffen wollte. Wie läuft aktuell der Kampf um die Nummer 1 im Tor?
Weisskircher:  Das ist schwer zu beantworten. Markus Seidl und ich verstehen uns wirklich ausgezeichnet und pushen uns gegenseitig. Keiner ist dem anderen neidig oder missgünstig. Von daher scheint die Konstellation gut zu sein. Bisher haben wir uns die Spiele 50:50 aufgeteilt. Ich denke, dass wir auch in der Anfangsphase der Meisterschaft noch abwechseln werden. Was genau Greg Lindqvist vorhat, kann aber nur er selbst beantworten…

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