ATSE gefordert

Nach dem etwas überraschenden Auswärtssieg der Kapfenberg Bulls in Spiel 1 der Viertelfinalserie wollen die Grazer am Mittwoch in der Böhlerstadt zurückschlagen und die Serie ausgleichen.

Der Auftakt ins steirische Viertelfinalderby war für die Grazer eine kalte Dusche. Unbekümmert und ohne Druck lieferten die Bulls in Graz eine sehr starke Leistung und gingen mit einem 5:2 Sieg in der Serie in Führung. Zwei Tore im Startdrittel brachten die Gäste auf die Siegerstraße. Zwar kämpfte sich der ATSE zweimal heran, eine Wende gelang aber nicht mehr.

„Kapfenberg hat im ersten Match einfach stärker gespielt“, zollt ATSE-Angreifer Marc Brown der Leistung der Bulls Respekt. „Im ersten Drittel hat ihr Goalie Oliver Zirngast ein paar entscheidende Saves gemacht. Dazu haben sie das frühe 5 gegen 3 Powerplay genützt und sind besser in die Partei gestartet“, so Brown weiter, der nach überstandener Verletzung am letzten Samstag sein Comeback feierte.

Kühlen Kopf bewahren

Mit dem 5:2 sind die Kapfenberger nun in der best-of-five Serie mit 1:0 in Führung. Mehr nicht. Der ATSE Graz hat heuer schon mehrfach sein Potential unter Beweis gestellt und will schon am Mittwoch zurückschlagen. „Jeder Spieler weiß, dass wir in Spiel 1 nicht unsere beste Leistung abgerufen haben. Wir werden uns am Mittwoch steigern müssen“, gibt Brown die Richtung für das zweite von fünf möglichen Duellen aus. „Ob du das erste Spiel gewinnst oder verlierst ist egal. Mittwoch ist ein neues Spiel und was davor war zählt nicht.“

Das 5:2 war übrigens der erste Sieg der Kapfenberger heuer überhaupt über den ATSE Graz. Er wird das Team von Coach Andreas Wanner sicher beflügeln, allerdings ändert es auch die Erwartungshaltung. Denn nun wird im Umfeld und in der Öffentlichkeit schon über einen möglichen Aufstieg der Bulls spekuliert. Und dazu müssen die Obersteirer das Husarenstück vom Samstag noch zweimal wiederholen.

Blau-weiße Blutauffrischung

Der ATSE arbeitet seit Montag sehr konzentriert auf das zweite Spiel hin und hatte beim ersten Training nach dem freien Sonntag auch Verstärkung von Kooperationsklub EC REKORD-Fenster VSV mit am Eis. Verteidiger Stefan Bacher sowie die Stürmer Benjamin Petrik und Michael Köfeler waren mit von der Partie. Für Bacher und Petrik war es die Feuertaufe in rot-weiß-blau, Köfeler hatte bereits einen sehr vielversprechenden Einsatz für die Grazer. Beim 5:1 Sieg gegen die VEU Ende Jänner in Weiz schoss er an der Seite von Christof Martinz gleich ein Tor. Alle drei wären am Mittwoch spielberechtigt. Die Entscheidung über das Line-up trifft Coach Martin Hohenberger aber erst frühestens nach dem Dienstag-Training.

Eine besondere Moralinjektion bekommt das Team des ATSE durch einen alten Bekannten. Markus Peintner geht bei den Trainings als Unterstützung mit aufs Eis und beendet somit die Saison dort, wo er sie begonnen hatte. Bevor der Teamspieler heuer beim VSV anheuerte, trainierte er fast die ganze Vorbereitungszeit mit dem ATSE Graz mit und ist seitdem ein Teil der Mannschaft geblieben.

Play-off Viertelfinale:

Spiel 2
22.02.2012 ece Bulls Kapfenberg – ATSE Graz 19:00 Uhr

Spiel 1
18.02.2012 ATSE Graz - ECE Bulls Kapfenberg 2:5 (0:2, 1:0, 1:3)
Tore ATSE: Mana (30./pp), Wilfan (45.)
Tore Bulls: Moderer (12./pp2), Zusevics (16.), Lembacher (44.,49.), Dinhopel (60./en)

Stand in der best-of-five Serie: 0:1

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21. 02. 2012 - ATSE gefordert
18. 02. 2012 - Kapfenberg legt vor
17. 02. 2012 - Endlich Play-off
15. 02. 2012 - ATSE gewinnt Derby
14. 02. 2012 - Brisantes Derby
11. 02. 2012 - Pflicht erfüllt
10. 02. 2012 - Vorbereitung fürs Play-off



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